Interview mit Burak Elmas

„Bei Pflegecampus hat uns vor allem die Themenvielfalt überzeugt. Gerade für Einrichtungen der Eingliederungshilfe ist das nicht selbstverständlich.“
Burak Elmas ist Heimleitung im Haus König David im Ortsteil Hölle der oberfränkischen Stadt Naila. Die soziotherapeutische Einrichtung begleitet Menschen mit komplexen psychiatrischen und suchtbezogenen Krankheitsbildern im Rahmen der Eingliederungshilfe. Viele Bewohner benötigen eine besonders intensive Betreuung. Einige würden weder in ein klassisches Pflegeheim noch in andere Wohnformen passen. Für diese Menschen schafft das Haus König David ein individuelles Zuhause mit passender therapeutischer Begleitung.
Herr Elmas, erzählen Sie uns doch zunächst etwas über Ihre Einrichtung.
Wir sind eine soziotherapeutische Einrichtung in Oberfranken mit geschlossenen und beschützenden Bereichen sowie intensivtherapeutischen Angeboten. Viele unserer Bewohner passen weder in klassische Pflegeeinrichtungen noch in andere Wohnformen. Teilweise begleiten wir Menschen in einer Eins-zu-eins-Betreuung. Für diese Bewohner versuchen wir, ein passendes Zuhause mit individueller Betreuung und therapeutischer Begleitung zu schaffen. Entsprechend vielfältig und anspruchsvoll sind auch die Anforderungen an unsere Mitarbeiter.
Warum haben Sie sich für Pflegecampus entschieden?
Wir haben uns verschiedene Lösungen angeschaut und auch andere Fortbildungsplattformen geprüft. Uns war wichtig, dass die Inhalte wirklich zu den Anforderungen der Eingliederungshilfe passen. Bei Pflegecampus hat uns vor allem die Themenvielfalt überzeugt. Außerdem konnten wir relativ schnell viele Mitarbeiter einbinden und passende Schulungen für unterschiedliche Bereiche anbieten. Gerade für Einrichtungen der Eingliederungshilfe ist das nicht selbstverständlich.
Wo sehen Sie die größten Stärken von Pflegecampus?
Gerade in unserem Bereich entstehen immer wieder Situationen oder Krankheitsbilder, bei denen kurzfristig Schulungsbedarf entsteht. Dann möchte ich nicht erst lange nach Lösungen suchen müssen. Mit Pflegecampus kann ich passende Inhalte direkt zuordnen und Mitarbeitern konkrete Hilfestellungen an die Hand geben. Das hilft uns dabei, schnell und flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren.
„Mitarbeiter sollen wirklich etwas daraus lernen”
Was macht für Sie gute Fortbildung aus?
Mir ist wichtig, dass Mitarbeiter nicht einfach nur etwas unterschreiben, sondern wirklich verstehen, worum es geht. Wenn Fehler passieren, muss man gemeinsam überlegen, wie man daraus lernen kann. Eine Fortbildung sollte immer auch eine praktische Handlungsableitung bieten. Nur einen Nachweis zu erstellen oder ein Dokument abzulegen, reicht aus meiner Sicht nicht. Ich kann den Leuten ja nicht nur etwas Schriftliches geben und dann ist die Sache erledigt. Sie sollen wirklich etwas daraus lernen.
Welche Vorteile bietet digitale Fortbildung?
Die Flexibilität ist für mich der größte Vorteil. Früher musste man alle Mitarbeiter gleichzeitig in einen Raum holen und hoffen, dass jeder teilnehmen kann. Heute funktioniert das deutlich alltagstauglicher. Mitarbeiter können Fortbildungen dann absolvieren, wenn es für sie passt – auch nach dem Dienst oder von zu Hause aus. Außerdem erreichen wir so auch Mitarbeiter, die wir mit klassischen Präsenzschulungen deutlich schwerer erreichen würden, beispielsweise Kollegen im Nachtdienst.
Welche Inhalte oder Funktionen nutzen Sie besonders häufig?
Vor allem die Fortbildungsbibliothek und die digitalen Schulungen. Ich schaue regelmäßig nach Pflichtfortbildungen oder nach speziellen Themen, die gerade für unsere Einrichtung relevant sind. Gleichzeitig können Mitarbeiter selbst Inhalte entdecken und Themenvorschläge einreichen. Das sorgt dafür, dass Fortbildung nicht nur von oben vorgegeben wird, sondern auch aus dem Team heraus entsteht.
Wie erleben Sie die Qualität der Inhalte?
Die Videos und Schulungen sind hochwertig produziert und professionell aufgebaut. Man merkt, dass dahinter viel Arbeit und Liebe zum Detail steckt. Besonders positiv finde ich die Dozenten. Das sind fachlich starke Leute, die die Inhalte verständlich und praxisnah vermitteln. Das ist keine 08/15-Produktion, sondern fachlich hochwertig und gleichzeitig gut verständlich.
Wo sehen Sie aktuell noch Herausforderungen bei der Digitalisierung?
Ein großes Thema sind Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Systemen. Pflegecampus ist hier aus meiner Sicht sehr offen aufgestellt. Häufig scheitert die vollständige Vernetzung eher daran, dass verschiedene Lösungen am Markt noch nicht optimal miteinander kommunizieren. Für Einrichtungen wäre es eine große Erleichterung, wenn beispielsweise Fortbildungsstunden künftig automatisch zwischen den eingesetzten Systemen übertragen werden könnten. Das würde zusätzlichen Verwaltungsaufwand sparen und Prozesse weiter vereinfachen.
Herr Elmas, vielen Dank für das Gespräch
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